Rettungstechnik

Die für das jeweilige Haus ausgewählte Rettungstechnik (Bettrettung, Tuchrettung, Einlagenrettung, Taschenrettung, Rollstuhlrettung) sollte im Flucht- und Rettungsplan, zumindest im AVEP und im Feuerwehrplan, als bevorzugt einzusetzen ausgewiesen werden.

  Rollstuhlrettung  (Sammelbegriff)

In-Sicherheit-bringen:
Patienten im Rollstuhl werden zunächst samt Rollstuhl horizontal in den nächstgelegenen Rettungsabschnitt geschoben.
Müssen Rollstuhlfahrer vertikal evakuiert werden, so sind die Rollstuhlfahrer:
a) im "Hebegriff nach Rautek" (Feuerwehrgriff) aus dem Rollstuhl zu nehmen (2 Helfer) und über die Treppe zu befördern. Mindestens 1 Arm wird belastet.
b) mit dem "Argentinischen Hebegriff" aus dem Rollstuhl zu nehmen (2 Helfer), und ggf. in ein Tragehilfsmittel (z.B. Tragesitz) setzen, für den Transport über die Treppe. Ersatzweise ins Rettungstuch legen und liegend (mindestens 3 Helfer) über die Treppe ab- oder aufwärts zu tragen.
c) Soweit Kinder im Rollstuhl betroffen sind, können diese auch "auf den Arm" genommen werden.

Merke: Auf keinen Fall darf versucht werden, Rollstuhlfahrer samt Rollstuhl über Treppen zu transportieren. Rollstühle sind keine Tragestühle!

Beispiel: Ausbildungskarte 4 "Rollstuhlrettung" der Kinderklinik Schömberg gGmbH"!
 

Die Kinderklinik Schömberg gGmbH (Neurologisches Fachkrankenhaus) setzt zur Unterstützung der praktischen Aus- und Fortbildung auf Station Karten ein. Die Karte 4 "Rollstuhlrettung" ist angehängt.

Tragegriff nach Rautek    
 

Argentinischer Hebegriff