Rettungstechnik

Die für das jeweilige Haus ausgewählte Rettungstechnik (Bettrettung, Tuchrettung, Einlagenrettung, Taschenrettung, Gitterbettrettung; Rollstuhlrettung) sollte im Flucht- und Rettungsplan, zumindest im AVEP und im Feuerwehrplan, als bevorzugt einzusetzen ausgewiesen werden.

  Einlagenrettung 

Die Einlagenrettung stellt die derzeit effizienteste und modernste Rettungstechnik dar.
Im Krankenhausbett
befindet sich ständig, unbemerkt vom Patienten, eine "Einlage". Die Einlage ist Teil der Aufrüstung des Krankenhausbettes und wird dort eingelegt, wo sich früher der Matratzenschoner befand. Im Ernstfall werden der Patient, Matratze und gesamtes Bettzeug mittels Gurte (... es werden Steckverschlüsse und Klettverschlüsse eingesetzt!) zu einem "Paket" gebunden, auf dem Bett gedreht, auf den Boden gezogen und ziehend fortbewegt. Diese Rettungstechnik kann zum horizontalen (Flur) und zum vertikalen (Treppe) Transport eingesetzt werden. (Personalbedarf: 1 Helfer/in je Patient). Hinweis: Bei Intensivpatienten zuzüglich Betreuung. 

Hinweis: Die Technik der Einlagenrettung ist bei allen Fabrikaten gleich. Bei der Beschaffung sollte auf 5 Punkte besonders geachtet werden:
a) An jeder Längsseite sollten je 3 Tragegriffe angebracht sein, um im Tragefall (z.B. bergauf) eine Kopflastigkeit besser ausgleichen zu können. Für den Tragevorgang selbst, gelten die gleichen Grundlagen wie bei der Ausbildung am Bergetuch/Tragetuch/Rettungstuch nach DIN.
b) Die Tragegriffe sollten so groß und stabil sein, dass mit angezogenen (groben) Feuerwehrhandschuhen durch die Griffe gefasst werden kann.
c) Es sollten 3 Quergurte vorhanden sein, um ggf. auch eine Überkreuzsicherung (Freihalten des Brustkorbes) erreichen zu können. Es muss nicht immer ein Intensivpatient sein. Auch bei einem Patienten mit Atemnot oder Atembeschwerden kann die "Kreuzsicherung" erforderlich werden.
d) Die Befestigungsgummi (oder Klettverschlussbänder), die die Einlage an den Ecken mit der Matratze verbindet, sollten gut befestigt bzw. gesichert verfügbar sein.
e) Am Kopf- und an der Fußseite sollte je eine Zugschlaufe verfügbar sein, zusätzliche zu den Griffen am Kopf und am Fußteil. Der Zugvorgang auf der horizontalen Ebene (z.B. Flur) und bedarfsweise  der Bremsvorgang auf der Treppe, ist damit zu erleichtern.

Beispiel: Liegende Thoraxdrainage. Bei der Einlagenrettung muss der Brustkorb, einschließlich der Kanülen, frei bleiben. Eine "Überkreuzsicherung" wird notwendig!. (von links: Bild 1 und 3 = Übung; Bild 2 = Realität)